Asylsuchende befinden sich in hoch belastenden Lebenssituationen. Seit den 1990er Jahren kümmern sich Seelsorgende verschiedener Religionsgemeinschaften um das Wohlbefinden der Schutzsuchenden und begleiten sie.
Grundlage für die interreligiöse Seelsorgearbeit in Bundesasylzentren (BAZ) bilden die gemeinsamen Leitlinien der Religionsgemeinschaften sowie die Rahmenvereinbarung mit dem Staatssekretariat für Migration. Beide Dokumente wurden überarbeitet und im November 2024 unterzeichnet.
Einblicke in die Arbeit von Seelsorgenden in BAZ
«Seelsorge im Bundesasylzentrum Glaubenberg» – Nicola Neider, Seelsorgerin im BAZ Glaubenberg, gibt im Pfarrblatt Obwalden Einblick in einen «normalen» Arbeitstag
«Wir Seelsorgenden wirken sehr deeskalierend» – Interview mit Jeanine Kosch, Seelsorgerin in den BAZ Zürich und Embrach, auf kath.ch
«Gegenüber ist immer ein Mensch» – Interreligiöse Erklärung zu Flüchtlingsfragen (2018)
Die im Schweizerischen Rat der Religionen vertretenen Religionsgemeinschaften fordern ihre Mitglieder auf, sich für Flüchtlinge zu engagieren. An die Adresse des Staates und der Politik wird appelliert, Verantwortung für die Bedürfnisse von Flüchtlingen zu übernehmen. Es ist das erste Mal, dass sich jüdische, christliche und muslimische Gläubige gemeinsam zu Flüchtlingsfragen äussern. Diese Erklärung hat somit einmaligen Charakter und bedeutet einen grossen Schritt im interreligiösen Dialog. Unterstützt wurde das Projekt vom UNO-Flüchtlingshilfswerk – einem langjährigen Partner engagierter Religionsgemeinschaften weltweit.


