Seelsorge in Bundesasylzentren

Menschen in Bundesasylzentren befinden sich häufig in einer Zeit grosser Unsicherheit. Die Gründe für ihre Flucht, die Erfahrungen auf dem Fluchtweg, die Trennung von Angehörigen sowie die Auseinandersetzung mit dem Asylverfahren und Fragen zur Zukunft können sehr belastend sein.

Seit den 1990er-Jahren begleiten Seelsorgende verschiedener Religionsgemeinschaften die Bewohnerinnen und Bewohner der Bundesasylzentren. Die Seelsorge bietet Raum für Gespräche, spirituelle Anliegen, religiöse Praxis sowie die Auseinandersetzung mit Fragen des Lebens und Glaubens. Sie steht Menschen unabhängig von Herkunft, Sprache oder Religionszugehörigkeit offen.

Grundlage der interreligiösen Seelsorgearbeit in Bundesasylzentren bilden die gemeinsamen Leitlinien der Religionsgemeinschaften sowie die Rahmenvereinbarung mit dem Staatssekretariat für Migration. Beide Dokumente wurden 2024 überarbeitet und neu unterzeichnet.

Flyer Seelsorge BAZ

Leitlinien Seelsorge BAZ

Einblicke in die Arbeit von Seelsorgenden in BAZ

«Seelsorge im Bundesasylzentrum Glaubenberg»
Nicola Neider, Seelsorgerin im Bundesasylzentrum Glaubenberg, gibt im Pfarrblatt Obwalden Einblick in ihren Arbeitsalltag.

«Gegenüber ist immer ein Mensch» – Interreligiöse Erklärung zu Flucht und Schutz

Die im Schweizerischen Rat der Religionen vertretenen Religionsgemeinschaften setzen sich gemeinsam für die Würde, den Schutz und die Rechte von Menschen mit Fluchterfahrung ein. Die Erklärung ist Ausdruck eines gemeinsamen Engagements von jüdischen, christlichen und muslimischen Religionsgemeinschaften und stellt einen wichtigen Beitrag zum interreligiösen Dialog dar.