Migratio | 01.09.2011

Solidaritätsaktion zum Sonntag der Völker 2011

Unsere Projekte

         

1. IRAK

Hilfe für Frères de Jésus Rédempteur

Die Christen im Irak leben in ständiger Angst. Anschläge, Mord, Drohungen, Entführungen – alles das gehört für sie zum Alltag. Experten sprechen davon, dass im Irak derzeit die grausamste Christenverfolgung der Gegenwart stattfindet. Die irakischen Bischöfe appellieren daher immer wieder an die westliche Welt, den Christen im Irak dabei zu helfen, im Lande zu bleiben.

Es ist zu wünschen, dass die christlichen Kirchen auch weiterhin im Irak das Evangelium verkünden, wie sie es bereits seit vielen Jahrhunderten tun.

So hat sich in Mossul eine junge Gemeinschaft zusammengefunden, die „Frères de Jésus Rédempteur“, die die in Mossul verbleibenden Christen ermutigt und stützt. Die Brüder bieten Exerzitienkurse und Besinnungstage, seelsorgliche Betreuung, Gottesdienste und kümmern sich um die Jugendlichen.

Solidaritätsbeitrag Fr. 10’000.--.

 

2. SÜDAMERIKA

Unterstützung von Priesterstudenten

Der Bischof von Ambato hat die Schweizer Bischöfe um Unterstützung für die Ausbildung von Priesterstudenten angefragt. Da sich viele ausländische Priester aus Südamerika in den Dienst der Schweizer Kirche stellen, möchten wir unsere Dankbarkeit und Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Die katholische Kirche in Südamerika verfügt über wenig finanzielle Mittel. Sie setzt sich stark für die sozial Benachteiligten ein, was bei den Regierungen nicht gern gesehen ist. Priester werden deshalb verfolgt und müssen immer wieder mit Repressionen rechnen. Für junge Männer ist es eine grosse Herausforderung, trotz diesen Hindernissen den Weg ihrer Berufung nach zu gehen. Aus diesem Grund möchten wir gerne einen Beitrag in die diesjährige Solidaritätsaktion aufnehmen.

Solidaritätsbeitrag Fr. 10’000.--.

 

3. KONGO

Töchter der Auferstehung

Auferstehung der verfolgten Kirche in Afrika

 Sie leben mit ihrem afrikanischen Bewusstsein und Verständnis die Botschaft Jesu Christi unter ihren eigenen Stämmen vor, die von Hunger, Elend und Kriegsmassakern geprägt sind. Die afrikanische Kirche benötigt Ordensschwestern, welche die Menschen Afrikas, ihr Leben, ihre Sitten verstehen und ausserdem den Urwald kennen. In die Gemeinschaft treten vorwiegend einheimische Mädchen aus dem einfachen Volk ein, die weder lesen noch schreiben können. Auf diese Weise wird auch den ärmsten Afrikanerinnen der Weg zum Dienst für Gott geebnet. Die Schwestern werden zu Dienerinnen ihrer Stämme. Neben Lesen und Schreiben lernen sie die Grundlagen der Hygiene; sie bekommen eine medizinische Grundausbildung und werden in wichtigen Handarbeiten unterrichtet.

Sie verkünden das Evangelium durch alles, was sie tun und sind. Hutu, Tutsi und Schwestern anderer Stämme leben unter einem Dach, beten gemeinsam, arbeiten gemeinsam und leisten so ihren Beitrag zur Versöhnung ihrer Völker. Alle Schwestern arbeiten im Dienst des Apostolates (Katechese, Dienste in der Gemeinde) und in sozial-karitativen Hilfsdiensten (gesundheitliche Fürsorge, Mutterschaftsfürsorge).

Sie sind inmitten von Kriegsmassakern wie eine „Oase in der Wüste“.

Solidaritätsbeitrag Fr. 10’000.--.

 

4. SCHWEIZ

Minoritäten-, Flüchtlings- und Fahrendenseelsorge

Bei vielen Seelsorgestellen entstehen immer wieder finanzielle Lücken. In diesen Fällen werden ausstehende Beiträge durch die Solidaritätsaktion übernommen.

 

 

Vergelt’s Gott

Im letzten Jahr durften wir einen Betrag von Fr. 71‘038.85 entgegennehmen und möchten Ihnen, auch im Namen jener, denen Ihre Spende zugute kommt, danken. Unser Dank richtet sich auch an die Bischöfe.

Durch die Solidaritätsaktion werden Projekte in jenen Ländern unterstützt, aus denen Migrantinnen und Migranten bei uns leben.

Die Kollekte ist nicht bischöflich verordnet, wird aber von den Bischöfen zur Unterstützung empfohlen. Alle Spenden werden ohne Abzug von Verwaltungsspesen weitergeleitet. Auch die diesjährigen Projekte möchten wir Ihnen wärmstens empfehlen.

+ Mgr. Martin Gächter      
Bischöflicher Delegierter
für Migration                                              

Marco Schmid
migratio
Nationaldirektor

Freiburg, September 2011
Beilage: Einzahlungsschein  PK  90 - 219 - 8
St. Galler Kantonalbank, 9001 St. Gallen
Vermerk: SBK, Dienststelle migratio