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Ukrainisch

Ein griechisch-katholisch ukrainischer Priester in Teilzeit betreut zusammen mit birituellen Priestern und Diakonen und einem Studentenpriester die griechisch-katholischen Gläubigen auch aus anderen mitteleuropäischen Ländern in der ganzen Schweiz.

       

a) Was ist die (ukrainisch) griechisch-katholische Kirche?

Sie ist die grösste unierte Ostkirche, die die Tradition und Spiritualität mit den orthodoxen Kirchen teilt. Sie anerkennt aber das Primat des Papstes und steht in voller kirchlicher Gemeinschaft mit Rom. Sie unterscheidet sich aber von der lateinischen Kirche durch ihre Tradition (Kirchenrecht, Liturgie und Spiritualität).

         

b) Wie funktioniert die griechisch-katholische Seelsorge in der Schweiz?

Es gibt zurzeit einen griechisch-katholischen Priester, Petro Kostjuk, der seit Anfang der 80er Jahre als „fliegender Priester“ neben einer ukrainisch griechisch-katholischen Pfarrei in Belgien (Liège) auch Gläubige in der ganzen Schweiz mit einem Pensum von ca. 25% betreut.

Er besucht einmal im Monat während einer Woche die Gemeindemitglieder in allen Regionen der Schweiz. In den letzten zwei Jahren haben über zahlreiche Haus- und Krankenbesuche an 40 verschiedenen Orten stattgefunden. Desweiteren gibt er Katecheseunterricht, Weiterbildung in byzantinischer Spiritualität und andere liturgisch-sakramentale Handlungen (Taufe, Heirat, Beerdigung). Eine zentrale Rolle in der Seelsorge spielt die Liturgie, die je nach Ort von einem byzantinischen Chor begleitet wird. Der Priester wird in seiner Arbeit von birituellen Priestern (Pater Hotz SJ (ZH) und Pfarrer Meier (AG)) und Diakonen (J.-P. Deschler und Diakon Blättler (GR)) und von einem Priesterstudenten, Pfr. Nazar Zatorsky unterstützt, die ebenfalls in der Ortskirche engagiert sind.

          

c) Wer sind die ukrainischen Immigranten?

Die grösste Gruppe griechisch-katholischer Christen sind die Ukrainer. Hinzu kommen griechisch-katholische Gläubige aus anderen mittel- und osteuropäischen Ländern (Polen, Slowakei, Kroatien, etc.), für die kürzlich Pater Kostjuk von der Kongregation für orientalische Kirchen in Rom die Seelsorgeerlaubnis erhalten hat. Der griechisch-katholische Gottesdienst wird auch gerne von einheimisch römisch-katholische Gläubigen besucht.

Es gibt vor allem zwei Einwanderertypen: die Hochqualifizierten und die Ehefrauen. Die Mehrheit der Ukrainer in der Schweiz sind Frauen (4/5). Ein Drittel davon ist mit Schweizern verheiratet. Das Durchschnittsalter ist zwischen 20-40 Jahren. Hinzu kommen ihre Kinder, die zum Teil keinen ukrainischen Pass mehr haben, oder Ukrainer, die eine andere Staatsangehörigkeit (Deutschland, Amerika) haben. Obwohl in Spanien und Italien sehr viele Ukrainerinnen in privaten Haushalten als Pflegerinnen oder Haushälterinnen arbeiten, scheint dies in der Schweiz nicht der Fall zu sein.

          

d) Kirchenrechtliche Verantwortung

Die ukrainisch griechisch-katholische Priester in der Schweiz sind direkt dem Bischof (Exarchen) mit Sitz in Paris unterstellt. Dieser hat im mitbrüderlichen Einvernehmen mit den lateinischen Ortsbischöfen die griechisch-katholische Seelsorge zu verantworten.