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Slowakisch

Für die Seelsorge der slowakischen Sprachgemeinschaft gibt es in der Schweiz einen Priester.

         

Grundinformationen zur slowakischen Sprachgemeinschaft und Situation im Herkunftsland

        

Entwicklung der Zuwanderung
in die Schweiz

Kennzahlen des Herkunftslandes
(Slowakei – Wikipedia Stand 2011) 

  • Einwohnerzahl                             5.4 Mio
  • Anteil Röm. Kath.                         69 %
  • BIP pro Einwohner                        $ 16'104   ( CH  $ 69‘838 )
  • Arbeitslosenquote                        13.2 %
          

Geschichte der Mission und Migration

Die ersten Migrationsbewegungen begannen Ende der 60er Jahre und wurden aufgrund der Invasion der Warschauer Truppen (Prager Frühling) in die Tschechoslowakei ausgelöst.

Für die seelsorgerische Betreuung der slowakischen Migranten wurde im Jahre 1970 Pater Pius Jan Krivy OP in die Dienste des Basler Bistums aufgenommen. Eine selbständige Slowakische Katholische Mission in Basler Bistum wurde in Basel erst in der Mitte der 70. Jahre errichtet, die von Pater Krivy bis zu seinem Ableben im Jahre 1981 geführt wurde. Anschliessend wurde die Leitung an Pater Luigi Ondrejka SDB übertragen, welcher mit seinem Mitbruder Pater Ernest Macak SDB die Mission bis zur Auflösung der Mission im Jahre 2004 führten.  Die Basler Missionare haben auch die Gemeinschaft der Gläubigen in Bern und zeitweise auch in Luzern betreut.

Bischof Vonderach hat im Jahre 1971 die katholischen Mission in Zürich errichtet. Als deren Leiter wurde Pater Anton Banik SDB ernannt, welcher die Mission bis zu seinem Altersrücktritt am 30. Juni 2002 führte. Seitdem wird die Mission von Pater Frantisek Polak SDB geführt, welcher jetzt auch die slowakischen Gemeinschaften in Basel, Bern, Lausanne und Genf betreut.

In der Romandie sind die Gläubigen ab 1968 in Genf, Lausanne, Neuchâtel und Fribourg von Pater Martin Mazak SDB betreut worden, in den letzten Jahren vor seinen Ableben im Jahre 2006 konnte er wegen seiner Altersschwäche nur die Gemeinschaften in Genf und Lausanne betreuen.

        

Wiederkehrende pastorale Angebote und Situation

Die slowakischsprachige Seelsorgestelle umfasst die ganze Schweiz. An 6 verschiedenen Orten der grossen Sprachregionen werden Gottesdienste gehalten. Nach Angaben des Missionars wurde die heilige Kommunion letztes Jahr ungefähr 12‘000 verteilt. Zudem hat er selber gegen 600 Beichten gehört und 300 ein Aushilfspriester.

Kern der Pastoralarbeit sind die Gottesdienste. Für die Erwachsenenkatechese, die Vorbereitung auf die Sakramente und der Religionsunterricht für Kinder und Jugendliche beanspruchte der Missionar etwa 200 Stunden. Viele vom Missionar vorbereitete Ehen und Taufen finden in der Slowakei statt.

Auffällig ist die Zahl der jungen Slowaken, die am Leben der Mission teilnehmen, vor allem von Studenten und Facharbeitern, was anfangs auch zu Spannungen mit den früheren Immigranten führte. Diese haben sich unterdessen gelöst.

Ein Schwerpunkt des Missionars ist die Jugendseelsorge. Dazu gehören eine Gesangsgruppe und die Ministranten an jedem Gottesdienstort. Probleme stellen sich durch geographische Streuung der Jugendlichen über die ganze Schweiz. Neben einem Jugendgottesdienst am Mittwoch und einer Bibelgruppe wird einmal jährlich ein Ministrantenausflug, eine Nikolausfeier  und ein Kreuzweg in der Natur organisiert. Weitere Gruppen sind der Pastoralrat und Gebetsgruppen.

Wallfahrten werden nach Einsiedeln und Maria-Stein, wie auch nach Reichenau zu Ehren der Slawenapostel Hl. Cyril und Method durchgeführt. In der Fasten- und Adventszeit werden 3-tägige Exerzitien angeboten.

Der Missionar gibt viermal jährlich ein Missionsblatt heraus. Damit kann er auch den Kontakt über die verstreute Gemeinde pflegen und Informationen verbreiten. Dazu kommt Verwaltungsaufwand durch Planung einzelner Veranstaltungen, in der Suche nach Räumlichkeiten für gemeinsame Treffen, Seelsorge per Telefon und Vorbereitung kirchlicher Dokumente für die Ehe oder Taufe.

Auch im diakonischen Dienst ist der Missionar in verschiedenen Fällen aktiv, unter anderem beim Besuch der Alten und Kranken sowie bei der Hilfe an Bedürftige. Für jene, welche in der Schweiz ohne ihre Familien leben, bietet die Seelsorgestelle an Weihnachten ein gemeinsames Essen an.