Heiliger Vater Heiliger Vater | 10.09.2018

Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren


SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 10.09.2018

Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren


Migratio | 10.09.2018

Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren


10.09.2018

Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren


Migratio | 05.07.2018

Die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren


Mediencommuniqué | 10.09.2018

Solidaritätsaktion zum Sonntag der Völker - Projekte

Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren

Sonntag der Völker - 11. November 2018

  

UNSERE PROJEKTE

  1. 1.          Südsudan

Licht und Schutz für die Schwestern vom Heiligen Herzen Jesu in Juba

Die Erzdiözese Juba betreut fast eine Million Katholiken. Sie umfasst viele kleine Ortsgemeinden, die durch den Mangel an Priestern oft von ehrenamtlichen Katecheten oder Ordensleuten geleitet werden. Eine ganz wichtige Rolle spielen dabei die Schwestern, auch die Schwestern vom Heiligen Herzen Jesu. Die katholische Kirche begleitete die Bevölkerung durch die Kriegsjahre und ist auch jetzt für sie da, indem sie den Friedens- und Unabhängigkeitsprozess im Land fördert. Während des Krieges flohen die Schwestern wegen der instabilen, lebensgefährlichen Situation nach Uganda. Aber auch in Uganda erlebten die Schwestern Traumatisches, mehrfach wurden sie überfallen. Die Schwestern verloren damals alles.

Am 9. Juli 2011 feierte der überwiegend christlich und animistisch geprägte Südsudan nach einer langen Geschichte der Unterdrückung und blutiger Konflikte seine Unabhängigkeit. Die Menschen hoffen, dass nun eine neue Gesellschaft entstehen wird, in der Frieden und Gerechtigkeit herrschen. Aber noch immer ist im Südsudan die Situation dramatisch: Hunger, Angst und Vertreibung bestimmen einmal mehr das Leben der Menschen.

Die Schwestern sind also wieder in den Südsudan zurückgekehrt, aber sie finden hier alarmierende Zustände vor: Seit über vier Jahren ist beispielsweise die Stromversorgung der Stadt zusammengebrochen. Wer keinen Generator hat, der ist schlecht dran. Für das Hauptverwaltungshaus in Juba bitten die Schwestern deshalb dringend um ein leistungsstarkes Solarsystem. Der bei ihnen vorhandenen Generator kann das Haus maximal 8 Stunden pro Tag mit Strom versorgen – und auch das nur dann, wenn man Diesel hat auftreiben können. Außerdem brauchen die Schwestern dringend einen Schutz für ihr Haus. Da die Lebenshaltungskosten im Südsudan immens sind und Gehälter beispielsweise für Staatsangestellte nur unregelmäßig ausgezahlt werden, steigt die Zahl der Einbrüche bei Tag und bei Nacht durch verzweifelte Menschen. Auch Schwesternhäuser sind häufig Ziel dieser Überfälle.

Mit einer Mauer (90 Meter lang und 2,6 Meter hoch) wollen sich nun die Schwestern in Juba schützen.

Mit Ihrer Unterstützung können die Schwestern ihr Haus erhellen und schützen. Sie werden es Ihnen von ganzem Herzen danken.

South Sudan/ Juba 17/138
ID: 1706575
IPIC: ACN-20171218-65898.JPG

 

  

  

  1. 2.          Syrien

Renovierung des Kindergartens der Schwestern von Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe in Aleppo

Die Kinder haben Dinge gesehen und erlebt, die Kinder nicht sehen und erleben sollten. Nirgendwo auf der Welt und niemals.

Hier im Westen Aleppos befindet sich auch der 1985 von den Schwestern Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe gegründete Kindergarten, der einzige im christlichen Viertel. Er betreut aktuell 50 Kinder. „Wir machen weiter, weil unser Dienst eine enorme Unterstützung der christlichen Gemeinde ist und unsere Reputation wirklich hoch,“ schreibt die Oberin der Gemeinschaft, Schwester Marie-Claire Zacar. Und sie berichtet weiter: „Auch unser Kindergarten wurde bei dem Angriff im April 2015 von einer Granate touchiert. Ein paar Zentimeter weiter und er wäre mitten auf das Gebäude gefallen und hätte ein Massaker verursacht. So entstand – Gott sei Dank – nur Sachschaden.“ Der Generator, die Warmwasserversorgung und das Dach sind in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Schwestern sehen keine Möglichkeit, diese Schäden aus eigener Kraft reparieren zu können. „Viele Wohltäter sind außerhalb des Landes und die Eltern rackern sich ab, um eine Arbeit zu finden. Dass sie keine Möglichkeit mehr sehen, für Schule und Kindergarten zu zahlen, treibt viele dazu, in den Westen zu emigrieren. Auch unsere Erzieherinnen sind von der Abwanderung betroffen. Es ist nicht leicht neue zu finden und auszubilden,“ beklagt Schwester Marie-Claire. „Aber wir geben nicht auf“. Diesen Hilferuf wollen wir nicht ungehört lassen. Auch wir sind verantwortlich dafür, ob die Christen im Nahen Osten eine Zukunft haben oder nicht.

Schwester Marie-Claire (li) und Schwester Pascale freuen sich mit den Kindern über die erste Hilfe.
Syria / Alep-LAT 17/00042
ID 1702837
IPIC: ACN-20171019-63271.JPG

 

Schweiz

Minoritäten- und Flüchtlingsseelsorge

Einige Seelsorgestellen werden nicht über das Globalbudget finanziert. Die Solidaritätsaktion übernimmt in diesem Fall die Finanzierung. Auch Priesterstudenten aus aussereuropäischen Ländern erhalten Stipendien aus diesem Fonds.

Die politische Lage in vielen Ländern wie Eritrea, Syrien und Irak etc. treibt weiterhin viele Menschen in die Flucht. Viele davon suchen Schutz in der Schweiz. Unsere Aktion möchte die seelsorgerliche Betreuung dieser traumatisierten Mitmenschen ermöglichen und sie bestärken in der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben.

Vergelt’s Gott

 

Für den Erfolg der letzten Aktion möchten wir allen Spenderinnen und Spendern für Ihre Unterstützung ganz herzlich danken. Unser Dank richtet sich auch an die Schweizer Bischöfe.

Die Kollekte ist nicht bischöflich verordnet, wird aber von den Bischöfen zur Unterstützung empfohlen. Auch die diesjährigen Projekte möchten wir Ihnen wärmstens empfehlen.

 

 

✠ Jean-Marie Lovey crb, Bischöflicher Delegierter für Migration                             

Prof. Dr. Patrick S. Renz, migratio Nationaldirektor

 

Freiburg, September 2018
Beilage: Einzahlungsschein  PK  90 - 219 - 8
St. Galler Kantonalbank, 9001 St. Gallen
Vermerk: SBK, Dienststelle migrati