Heiliger Vater Heiliger Vater | 26.09.2017

Flüchtlingskinder – verletzlich und ohne Stimme


SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 26.09.2017

Flüchtlingskinder – verletzlich und ohne Stimme


26.09.2017

Flüchtlingskinder – verletzlich und ohne Stimme


Migratio | 26.09.2017

Flüchtlingskinder - verletzlich und ohne Stimme


Migratio | 26.09.2017

Solidaritätsaktion zum Sonntag der Völker

Flüchtlingskinder - verletzlich und ohne Stimme

Sonntag der Völker - 12.November 2017

  
Unsere Projekte

 

  1. 1.          ERITREA

Stärkung der Pastoralarbeit

Eritrea gilt als die Wiege des Christentums für Ostafrika und ist schon vor dem 4. Jahrhundert christlich gewesen. Ersten Kontakt mit der katholischen Kirche gab es 1788 über einen orthodoxen Mönch, der in Rom zum Katholizismus konvertierte. Heute ist Eritrea etwa zur Hälfte ein muslimisches Land, knapp die Hälfte ist christlich, wobei katholische Christen lediglich einen Anteil von 3-4% (andere Quellen sprechen von 13%) ausmachen.

Junge Menschen haben hier kaum eine Vision für eine Zukunft, zumal die Regierung die Bevölkerung in ständiger Angst vor erneuten Attacken aus dem Ausland hält. Statt in die Entwicklung des Landes fliessen die Staatseinnahmen in den Verteidigungshaushalt. Die Zeit des Militär-dienstes ist nicht zeitlich begrenzt, so dass er oft viele Jahre dauert und jeden zwischen 18 und 50 Jahren treffen kann. Trotz dieser erschwerten Umstände tut die katholische Kirche, was sie kann, um den Menschen nahe zu sein und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Die Kirche engagiert sich stark für den Aufbau des Landes und eröffnet neue Schulen, technische und landwirtschaftliche Institute und Kliniken und unterhält Entwicklungsprogramme.

Besonderes Augenmerk schenkt die Pastoral den Jugendlichen, die sehr gefährdet sind. Die einen suchen einen Ausweg aus der Ausweglosigkeit ihrer Realität in Sekten. Andere lassen sich von der vermeintlichen Freiheit und dem Reichtum des Westens verführen, was sie in riskante, oft tödlich endende Fluchten durch die Wüste oder über das Meer führt.

Die Jugendlichen sind hochgradig frustriert und alleingelassen.

Die Kirche, hier konkret das „Catholic Secretariat Archeparchy Asmara“, möchte dem etwas ent-gegensetzen. Die Stärkung des Glaubens soll sie dazu führen, Ver-antwortung in ihren Gemeinden zu übernehmen, selbst Vorbild in ihren Peergroups zu werden.

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  1. 2.          IRAK

Nahrung für 12‘000 Familien aus Mossul und der Niniveh-Ebene

ACN (Kirche in Not) hilft seit dem Ausbruch der Krise im Irak. Seit März 2016 sind sie sogar die einzige Organisation, die die Binnenflüchtlinge regelmässig versorgt.

Das Hilfsprogramm versorgt 12.000 Familien, die aus Mossul und der Nineveh-Ebene in die Provinz von Erbil und nach Alquosh geflohen sind. Geholfen wird ohne Ansehen der Person und des Glaubensbekennt-nisses. Hilfe erhalten Christen, Jessiden, Shabak und Muslime gleicher-massen.

Jedes Lebensmittelpaket kostet $60 pro Monat – ohne einen Cent für zusätzliche Transport- oder Verwaltungskosten aufbringen zu müssen – und stellt eine wertvolle Hilfe zur Sicherung des Unterhalts der Flüchtlingsfamilien dar. Die einzelnen Pakete enthalten 10kg Reis, 5kg Zucker, 5 l Speiseöl, 5 kg Hafer, 800g Tomatenmark, 6 kg Bohnen, 5kg Bulgur, 500 g Vermicelli, 4 Päckchen Käse, 4 Dosen Fisch, 4 Päckchen Hühnerfleisch, frischen Salat, Dosenchampignons, Spaghetti, Milch-pulver.

Ein Freiwilligenkomitee, das sich aus engagierten christlichen Laien zusammen-setzt, sorgt für die reibungslose Umsetzung des Programms. Das Komitee kauft die Lebensmittel auf dem lokalen Markt ein, packt sie und ruft dann die Familien an, damit sie ihre Rationen abholen können. Die für die Flüchtlinge zuständigen Priester arbeiten eng mit dem Komitee zusammen, besuchen die Flüchtlinge in den Lagern und zu Hause und haben so einen guten Überblick über die Verteilung. Anzahl der unterstützten Familien empfindlich gekürzt, einige haben die Hilfe wegen fehlender Mittel sogar ganz einstellen müssen. 

Trotz der Befreiung der Niniveh-Ebene und der Stadt Mossul ist Erzbischof Warda sicher,

dass vorläufig keine Rückkehr dorthin möglich sein wird. Zu fragil ist noch die Sicherheit dort und zu immens die zu leistenden Wiederaufbauarbeiten.

Bis dahin ist die vorübergehende Hilfeleistung noch dringend nötig.

 

 

  1. 3.          SCHWEIZ

Minoritäten- und Flüchtlingsseelsorge

Einige Seelsorgestellen werden nicht über das Globalbudget finanziert. Die Solidaritätsaktion übernimmt in diesem Fall die Finanzierung. Auch Priesterstudenten aus aussereuropäischen Ländern erhalten Stipendien aus diesem Fonds.

Die politische Lage in vielen Ländern wie Eritrea, Syrien und Irak etc. treibt weiterhin viele Menschen in die Flucht. Viele davon suchen Schutz in der Schweiz. Unsere Aktion möchte die seelsorgerliche Betreuung dieser traumatisierten Mitmenschen ermöglichen und sie bestärken in der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben.

 

Vergelt’s Gott

 

Bei der letzten Aktion durften wir einen Betrag von Fr.81‘400.93 entgegennehmen und möchten allen Spenderinnen und Spendern für Ihre Unterstützung danken. Unser Dank richtet sich auch an die Bischöfe.

 

Die Kollekte ist nicht bischöflich verordnet, wird aber von den Bischöfen zur Unterstützung empfohlen. Auch die diesjährigen Projekte möchten wir Ihnen wärmstens empfehlen.

                                        

                                  

                                                                                

 ✠ Jean Marie Lovey          

Bischöflicher Delegierter für Migration                           

Prof. Dr. Patrick S. Renz

migratio Nationaldirektor

   

  

 

Freiburg, September 2017
Einzahlungsschein  PK  90 - 219 - 8
St. Galler Kantonalbank, 9001 St. Gallen
Vermerk: SBK, Dienststelle migratio