Heiliger Vater Heiliger Vater | 17.09.2015

Kirche ohne Grenzen, Mutter aller


17.09.2015

Kirche ohne Grenzen, Mutter aller


Migratio | 17.09.2015

Kirche ohne Grenzen, Mutter aller


Migratio | 17.09.2015

Kirche ohne Grenzen, Mutter aller


Migratio | 17.09.2015

Solidaritätsaktion zum Sonntag der Völker

Kirche ohne Grenzen, Mutter aller

 

Unsere Projekte

 

1. SLOWAKEI

Ausbau eines Pastoralzentrums für die Betreuung von Roma-Kindern

Eine besondere Herausforderung, vor der die katholische Kirche in der Slowakei steht, ist die seelsorgliche Betreuung der Menschen, die zur Volksgruppe der Roma gehören. Zwei der Priester, die sich besonders um Roma kümmern, sind Pater Jozafat Jozef Brigan und Pater Lorenz Reinhard Brecher, die in der Diözese Roznava 22 Dörfer betreuen, in denen mehrheitlich Romafamilien leben. Die meisten von ihnen sind arbeitslos und leben in Armut. Die meisten haben mehrere Kinder, mit denen sie in nur einem Raum zusammenleben. Viele haben nicht einmal elektrischen Strom und fließendes Wasser. Wenn das Geld nicht reicht, leiden sie auch Hunger. Pater Jozafat berichtet: „Die Eltern sind oft von dieser Lebenssituation so frustriert und hilflos, dass sie ihre Kinder vernachlässigen. Viele verfallen leider auch dem Alkohol. Dadurch leiden die Kinder noch mehr und verbringen mehr Zeit auf der Straße als zu Hause.“ Einmal ist ein 11jähriger Junge sogar von zuhause weggelaufen und bat im Kinderheim um Aufnahme, weil er es daheim nicht mehr aushielt. Pater Jozafat: „Natürlich betreuen wir diesen Bub, der im Kinderheim geblieben ist. Er besucht regelmäßig seine Familie, aber zurück will er nicht. Dieser Fall zeigt, in was für schwierigen Familienverhältnissen die Kinder aufwachsen“.

2005 wurde mit dem Bau eines Pastoralzentrums für Kinder und Jugendliche begonnen. Seit 2009 ist das Don-Bosco-Pastoralzentrum für viele Kinder zu einem zweiten Zuhause geworden. Pater Jozafat berichtet: „Sie lernen die christlichen Tugenden, um später selbst Verantwortung übernehmen und eine gute Familie gründen zu können. Sie haben einen Ort, wo sie ihre Freizeit und ihr Wochenende verbringen können, etwas Neues lernen, ihre Fähigkeiten entfalten und im Glauben wachsen können. Wir bemühen uns, diese Not in den Familien zu lindern. Die Kinder bekommen bei uns zu essen und auch Kleidung oder Schuhe.“

Nun ist das Pastoralzentrum jedoch zu klein geworden, weil immer mehr Kinder dorthin kommen. So ist es notwendig, das Zentrum zu erweitern und sind auf Spenden angewiesen.

 

2. IRAK

Unterstützung von 31 vertriebenen Priestern aus Mossul

Der Terror der ISIS-Rebellen verwaist im Nahen Osten ganze Dörfer. Im Juni 2014 haben die ISIS-Dschihadisten Mossul und andere Städte im Irak erobert und bedrohen das Leben der zurückgebliebenen Bewohner mit einschüchternden Verhaltensregeln. Allen Gegnern der Islamisten droht die Todesstrafe. Vor allem Minderheiten wie die Christen schweben in Lebensgefahr. Sie flohen in Scharen aus Mossul, Karakosh, Bartella und Baatschika ins autonome Kurdistan. Unter den Flüchtenden waren auch Priester. “Sie ließen alles zurück und flohen nach Kurdistan mit dem, was sie am Leib trugen. Sie wurden hierhin und dorthin verstreut und benötigen nun alles: Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und Taschengeld.” Mit diesen Worten bittet Erzbischof Petros Mouche um Existenzhilfe für 31 syrisch-katholische Priester, die als Vertriebene in Mossul unter “schweren und außergewöhnlichen Umständen” ihre Berufung leben, selbst alles verloren haben und dennoch für die oft verzweifelten Menschen um sie herum da sind. “Es scheint nicht so, dass es eine bevorstehende Lösung oder Pläne gibt, die von ISIS besetzten Gebiete zu befreien”, schreibt der Erzbischof. Im Gegenteil: “Alles deutet darauf hin, dass dies eine langfristige Krise sein wird, die wahrscheinlich Jahre andauern wird.”

Es ist eine Ausnahmesituation für alle. “Wir Priester fühlen mit unseren vertriebenen Christen.” Erzbischof Mouche spricht von einem “dunklen Schatten”, der sich auf das Leben der Priester und Ordensleute geworfen habe. Die Erzdiözese nutzte bisher “jede bescheidene Ressource”, um ihre Priester und Ordensleute bei ihrer Hilfe für die Flüchtlinge zu unterstützen. Doch nun sind alle Quellen versiegt. Im kurzen Bittbrief des Erzbischofs wird deutlich: Die Priester bedürfen drastisch unserer Unterstützung. Erzbischof Mouche: “Wir beten für sie und für alle, die dabei helfen, die Notlage der Christen und Priester zu erleichtern.”

 

3. SCHWEIZ

Minoritäten- und Flüchtlingsseelsorge

Einige Seelsorgestellen (z.B. für die Eritreer) werden nicht über das Globalbudget finanziert. Die Solidaritätsaktion übernimmt in diesem Fall die Finanzierung. Priesterstudenten aus aussereuropäischen Ländern erhalten Stipendien aus diesem Fonds.

Bedingt durch die politische Entwicklung in den Ländern wie Eritrea, Syrien und Ägypten, suchen in der letzten Zeit auch christliche Flüchtlinge zunehmend Zuflucht in der Schweiz. Aufgrund traumatisierender Erfahrungen der physischen und psychischen Gewalt in ihrer Heimat und erfüllt von Perspektivlosigkeit, Angst und Unsicherheitsgefühlen an ihrem neuen Zufluchtsort, sind besonders Flüchtlinge, von denen Viele gerade noch mit ihrem Leben davon gekommen sind, auf die seelsorgerliche Betreuung angewiesen.

 

 

 

Vergelt’s Gott

 

 

Im letzten Jahr durften wir einen Betrag von Fr. 101‘669.83 entgegennehmen und möchten Ihnen, auch im Namen jener, denen Ihre Spende zugute kommt, danken. Unser Dank richtet sich auch an die Bischöfe.

Die Kollekte ist nicht bischöflich verordnet, wird aber von den Bischöfen zur Unterstützung empfohlen. Alle Spenden werden ohne Abzug von Verwaltungsspesen weitergeleitet. Auch die diesjährigen Projekte möchten wir Ihnen wärmstens empfehlen.

 

 

+ Mgr. Jean Marie Lovey
Bischöflicher Delegierter für Migration

              Dr. Samuel M. Behloul
              Migratio Nationaldirektor

 

 

Freiburg, September 2015
Beilage: Einzahlungsschein PK 90 - 219 - 8
St. Galler Kantonalbank, 9001 St. Gallen
Vermerk: SBK, Dienststelle migratio