Migratio | 06.07.2011

Liturgische Anregungen

Folgende Anregungen beziehen sich auf die Feier der Eucharistie. Die Texte der Feier sind jene des 33. Sonntags im Jahreskreis, Lesejahr A (vgl. die Angaben im Direktorium zur Feier der „Zwecksonntage“ S. 19f).

Wo keine Eucharistie gefeiert werden kann, sind die Anregungen analog auf eine Wortgottesfeier zu beziehen und anzupassen (vgl. das Feierbuch „Die Wortgottesfeier“).

Die Vorlage sieht den Dienst eines Kantors / einer Kantorin vor. Diesen Part kann auch eine Vorsängergruppe oder ein Chor übernehmen. Dialogisches Singen trägt viel zur Lebendigkeit des Gottesdienstes bei.

Wo mit einer stark multikulturellen Gemeinde gerechnet wird, könnte Musik aus anderen Kulturkreisen ertönen. Allenfalls kann die Wahl der Gesänge aus dem universalkirchlichen Repertoire zur Wahrnehmung der Einheit beitragen (KG 160ff).

A = alle; K = KantorIn; L = LektorIn ; V = Vorsteher

ru = rise up; CN = Cantionale zum Katholischen Gesangbuch

Einzug

A:             KG 509            Sonne der Gerechtigkeit

K – A:      KG 536            Singt dem Herrn alle Völker und Rassen

A:            KG 475            Singt mit froher Stimm (mehrsprachig)

Begrüssung

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.

V: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch.

A: Und mit deinem Geiste.

Einführung

V: Die Welt ist zu einem Dorf geworden. Was am anderen Ende der Erde geschieht, hat Auswirkungen auf unser Leben hier und jetzt. Es kann uns nicht gleichgültig sein. Wir spüren je länger je mehr, dass wir Erdenbewohner voneinander abhängig und aufeinander angewiesen sind.

Das löst gelegentlich Ängste aus und das Bedürfnis sich abzugrenzen. Für uns Christinnen und Christen ist es jedoch Grund zur Hoffnung. Denn wir glauben, dass Gott alle Menschen in Jesus Christus zu einer Familie vereinen will.

Durch den Propheten Jesaja spricht er auch zu uns: „Ich sinne Gedanken des Friedens und nicht des Unheils. Wenn ihr mich anruft, so werde ich euch erhören und euch aus der Gefangenschaft von allen Orten zusammenführen.“ (Eröffnungsvers; vgl. Jes 29, 11.13.14)

Alle Menschen sind zur Freiheit der Kinder Gottes gerufen. Daran erinnert der diesjährige Sonntag der Völker unter dem Motto: „Eine einzige Menschenfamilie“.

Allgemeines Schuldbekenntnis

V: Jeder und jede von uns kann zu einem friedlichen Zusammenleben der Menschheitsfamilie beitragen, im Grossen oder im Kleinen, mit den Fähigkeiten und Talenten, die uns gegeben sind.

Bekennen wir vor Gott und voreinander, dass wir diesbezüglich immer wieder hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben. Bitten wir Gott um sein Erbarmen und um die Kraft seines Geistes, der alles neu macht.

Wir sprechen das Schuldbekenntnis:

A:   Ich bekenne Gott …

V: Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr. –  A : Amen.

Kyrie

V: Jesus Christus, du bist Mensch geworden – einer von uns. – V/A: Herr, erbarme dich.

V: Du führst uns zu einer weltweiten Gemeinschaft zusammen – V/A: Christus, erbarme dich.

V: In dir erkennen wir uns gegenseitig als Brüder und Schwestern – V/A: Herr, erbarme dich.

Gloria

A:     KG 78              Es jubelt aller Engel Chor

A:     KG 75              Allein Gott in der Höh sei Ehr

A:     ru 166              Gloria a Dios (mehrsprachig)

Tagesgebet

a) vom Tag (33. So im Jahreskreis) oder:

b) aus den Tagesgebeten zur Auswahl: Nr. 14 (Messbuch S. 309)

1. Lesung                                              (Lektionar A, S. 352ff.)

Spr 31,10-13.19-20.30-31

Psalm

K(L) – A:  KG 606    Glücklich, wer auf Gottes Wegen wandelt

(Ps 128, 1-2.3.4-5 gesprochen

oder Verse von Ps 1 aus KG 606.1 gesungen)

K – A:      KG 638    Wer recht tut, wird niemals wanken

(Verse von Ps 15 aus CN 638.2, S. 224)

A:             KG 551    Wohl denen, die da wandeln

 

2. Lesung

1 Thess 5, 1-6

Ruf vor dem Evangelium

K(L) – A:  KG 88.2   Halleluja (Vers gesprochen)

K – A:      KG 88      Halleluja (Vers gesungen nach CN 026.7)

A:            ru 169      Sing Halleluja unserm Herrn (mehrsprachig)

Evangelium

Mt 25,14-30 oder Kurzfassung: Mt 25,14-15.19-21

Wort der Bischöfe

Glaubensbekenntnis

gesprochen

Fürbitten

a) Eine Gruppe der Pfarrei bereitet die Fürbitten unter Einbezug der aktuellen Nöte der Ortsgemeinde, der Notleidenden, der Welt und der Kirche vor. Oder:

b)                                                                                                       

V: Wir vertrauen unsere Anliegen Christus an, dem Herrn der Welt und Bruder der Menschen:

-         Wir beten für jene, die in besonderer Verantwortung für die Menschheitsfamilie stehen: die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft, in Wissenschaft und Kultur, in kirchlichen und religiösen Gemeinschaften.

Stille

L - A:       Christus, höre uns – Christus, erhöre uns

-        Wir beten für alle, die auf der Suche sind nach Heimat und Geborgenheit: die Flüchtlinge und Migranten, die Armen und Randständigen, die innerlich und äusserlich Getriebenen.

Stille

L - A:       Christus, höre uns – Christus erhöre uns

-         Wir beten für jene, die Tag für Tag den Dialog zwischen Kulturen und Religionen einüben und leben: in Ehe und Familie, am Arbeitsplatz, in Schule und Freizeit.

Stille

L - A:       Christus, höre uns – Christus erhöre uns

-        Wir denken an die zeitübergreifende Menschheitsfamilie und beten für jene, die vor uns gelebt haben, unsere verstorbenen Angehörigen und Bekannten, und für die nachkommenden Generationen.

Stille

K – A:      Christus, höre uns – Christus erhöre uns

V: Herr Jesus Christus, ohne dich vermögen wir nichts. Dein Geist führt die Zerstreuten aus allen Enden der Erde zusammen und erneuert das Antlitz der Erde. Dir sei Lob und Dank in dieser Zeit und in Ewigkeit.

A: Amen.

Gabenbereitung / Gabenprozession

Es können Gaben aus den verschiedenen Herkunftsländern der Gläubigen in Prozession zum Altar gebracht werden, zuletzt dann auch die eucharistischen Gaben.

Instrumentalmusik

Gabengebet

a) Vom Tag (33. So im Jahreskreis) oder:

b) aus den Gabengebeten zur Auswahl: Nr. 7 (Messbuch S. 350)

Eucharistisches Hochgebet

Hochgebet für Messen für besondere Anliegen III: Jesus, unser Weg

Sanctus:          K – A:      KG 115    Heilig ist unser Gott

                        A:            ru 064      Santo, santo (mehrsprachig)

Einladung zum Gebet des Herrn

V: In Christus sind wir eine grosse Familie, mit ihm dürfen wir zu Gott beten, so wie er es uns gelehrt hat:

A: Vater unser...

Zur Brotbrechung

A:     KG 218 = ru 043     Aus vielen Körner gibt es Brot

 

Zur Kommunion

Instrumentalmusik

 

Gebet nach der Kommunion

a) vom Tag (33. So im Jahreskreis) oder:

b) aus den Schlussgebeten zur Auswahl: Nr. 9 (Messbuch S. 527)

 (Mitteilungen)

Schlusslied

A:     KG 522    Nun singt ein neues Lied dem Herren

A:     KG 594    Damit aus Fremden Freunde werden

A:     KG 175    Grosser Gott wir loben dich (mehrsprachig)

 

Segen und Sendung

 

Feierlicher Schlusssegen: Im Jahreskreis VI (Messbuch S. 552)

Instrumentalmusik

Begrüssung in italienischer Sprache

 

“UNA SOLA FAMIGLIA UMANA”

Il tema „Famiglia“ è diventato oggetto di tutti i settori della vita quotidiana. I politici per farsi un po’ di propaganda in occasione delle votazioni, dimenticano raramente di coinvolgere in qualche maniera la “famiglia”, per attirare voti per il loro partito o la loro personale candidatura. I diversi settori in campo sociale non tralasciano mai di nominare e dare importanza alla famiglia. Anche le Chiese cristiane e non si occupano con tanta passione della famiglia.

Teoricamente la famiglia diventa quel “bambino” che tutti vorrebbero poter coccolare e in qualche maniera anche “allattare” per poi farselo proprio, cioè adattarlo a se!

Il nostro tema è “Una sola famiglia umana”. Noi come cristiani quale importanza diamo alla famiglia? Ci sentiamo tutti veramente sorelle e fratelli, figli dello stesso Padreterno che non conosce differenze di nazionalità, di cultura, di lingua e tantomeno di colore?

Con quanta facilità iniziamo anche noi predicatori un sermone utilizzando il bel saluto: “Care sorelle e cari fratelli”. Uscendo poi dal luogo del culto siamo ancora capaci di utilizzare le stesse belle parole? Troviamo anche il coraggio di sederci a prendere un caffè dimostrando all’altro simpatia, cordialità e dandogli così la possibilità di sentirsi appartenente alla stessa famiglia nella fede avendo lo stesso Padre che inviò il Figlio Gesù Cristo nel mondo per insegnarci il grande comandamento dell’amore?

Noi cristiani dovremmo iniziare non solo un corso di lingua per capirci meglio, ma anche uno tutto speciale di fraternità. Così come scrive Papa Benedetto XVI su questo tema: “UNA SOLA FAMIGLIA UMANA”, “una sola famiglia di fratelli e sorelle in società che si fanno sempre più multietniche e interculturali, dove anche le persone di varie religioni, non solo della stessa religione, ma di varie religioni sono spinte al dialogo, perché si possa trovare una serena e fruttuosa convivenza nel rispetto delle legittime differenze”.

Non dovremmo iniziare noi cattolici che abbiamo ricevuto lo stesso Battesimo e che dovremmo con gioia vantarci di avere lo stesso Padre, che invochiamo con la preghiera che ci ha insegnato nostro Signore Gesù Cristo, a formare tra di noi “Famiglia” per poterlo poi fare con le sorelle e coi fratelli di altra fede? Noi cristiani dovremmo dar esempio di vera fraternità professando la nostra fede in un Dio Trino non solo in teoria, ma in pratica. Tutti dovrebbero poter dire: “Guarda come si vogliono bene”.

Vivere la vera fratellanza anche se ognuno di noi magari vive la sua fede in altre espressioni culturali, ma quello che ci unisce è l’amore e il rispetto.

Solo la convinzione di essere stati battezzati nello stesso nome del Padre, del Figlio e dello Spirito Santo, dovrebbe svegliare in noi la gioia di sentirsi tutti uniti in una “Famiglia” non solo umana, ma soprattutto cristiana.

Per essere credibili davanti agli occhi di questo mondo di poca fede, dobbiamo vivere come ci insegna l’apostolo Giovanni nella sua prima lettera: “Dio nessuno l’ha mai visto. Però se ci amiamo gli uni gli altri, Egli è presente in noi, e il suo amore è veramente perfetto in noi, Dio ci ha dato il Suo Spirito; e questa è la prova che Dio è presente in noi e noi siamo uniti a Lui”. (Gv 4, 12-13)

Più un cristiano è sinceramente unito a Dio, maggior sarà la voglia di formare “famiglia” con le sorelle e i fratelli che professano la stessa fede.

Mons. Leandro Tagliaferro

Begrüssung in spanischer Sprache

“Una sola familia humana”

Queridos hermanos y hermanas:

La Jornada “Día de los Pueblos” que se celebra hoy en Suiza brinda la oportunidad de reflexionar sobre un tema vinculado al creciente fenómeno de la emigración, brinda la ocasión de orar en varios idiomas para que los corazones se abran a la acogida cristiana y nos anima a trabajar para que crezcan en el mundo y en este país, en el que vivimos, la justicia y la caridad, columnas para la construcción de una paz auténtica, duradera y fraterna.

El lema del día de los pueblos es significativo y actual: «Una sola familia humana», una sola familia de hermanos y hermanas en una sociedad en la que cada vez hay más diferencias multiétnicas e interculturales.

En una sociedad en vías de globalización, el bien común y el esfuerzo por él, han de abarcar necesariamente a toda la familia humana, es decir, a la comunidad de los pueblos y naciones, dando así forma de unidad y de paz a la ciudad del hombre y haciéndola en cierta medida una anticipación que prefigura “la ciudad de Dios sin barreras”

Queridos hermanos y hermanas, el mundo de los emigrantes es vasto y diversificado. Sin olvidar que es un mundo de seres humanos. Se conocen experiencias maravillosas pero lamentablemente también  se conocen muchas otras dramáticas e indignas del hombre y de sociedades que se consideran civilizadas.

Para la Iglesia, esta realidad constituye un signo elocuente de nuestro tiempo, que evidencia aún más la vocación de la humanidad a formar una sola familia

No perdamos la esperanza, recomienda el Papa Benedicto XVI para esta jornada. Oremos juntos a Dios, Padre de todos, hoy, aquí, siempre para que nos ayude a ser, a cada uno, en primera persona, hombres y mujeres capaces de relaciones fraternas y para que, en el ámbito social, político e institucional, crezcan la comprensión y la estima recíproca entre los pueblos tan diversos y

tan próximos a la vez. Pues todos somos hijos de Dios.

Que la Familia de Nazareth, que conoció también las dificultades de la emigración, sea nuestro modelo a la hora de compartir esta celebración.

Don Miguel Blanco

Begrüssung in portugiesischer Sprache

Todos os anos a Conferência Episcopal Suiça propõe um tema doutrinal para o “Dia dos Povos”. É uma iniciativa que nos ajuda a reflectir sobre a nossa condição cristã no contexto emigrante em que vivemos.

 “Uma só família humana”

A família, enquanto fundamental e indispensável comunidade educadora, é o veículo privilegiado para a transmissão dos valores religiosos e culturais que ajudam a pessoa a adquirir a própria identidade. Baseada no amor e aberta ao dom da vida, a família leva em si o futuro mesmo da sociedade.

A comunidade cristã que acolhe os migrantes pode fornecer respostas adequadas às suas necessidades materiais e espirituais, como família autêntica que reconhece ter "um só Deus e Pai de todos" (Ef 4,6), que "nos chama para sermos filhos amados no seu Filho predilecto" e "para nos reconhecermos a todos como irmãos em Cristo".

A realidade das migrações convidam a pôr em claro a unidade da família humana, o valor do acolhimento, da hospitalidade e do amor pelo próximo.

A coexistência pacífica e a partilha de valores comuns são mais importantes do que as divisões e bairrismos.

O tema escolhido «Uma só família humana», diz-nos o papa Bento XVI, “ aponta  a meta da grande viagem através dos séculos: formar uma única família, naturalmente com todas as diferenças que a enriquecem, mas sem barreiras, reconhecendo-nos todos irmãos".

Os migrantes esperam da Igreja que os acolhe, uma orientação e uma resposta às grandes questões sobre a fé cristã, conforto e ajuda humana capazes de devolver sentido e esperança às suas existências. A caminhada missionária que queremos percorrer no terceiro milénio deverá basear-se na evangelização e no testemunho da caridade.

Tendo como ícone a experiência bíblica da família de Nazaré , relatada nos evangelhos, forçada a refugiar-se no estrangeiro – no Egipto – para salvar a vida de Jesus, as Paróquias de acolhimento e as  Missões,  são, neste “Dia dos Povos”, convidadas a dar as mãos, mediante gestos simples e concretos, sendo na realidade  “uma só família humana”.

Maria, que veneramos com “Amor” em todas as nossas Comunidades, nos infunda confiança no nosso empenho pastoral.  Esteja  sempre junto de todos nós migrantes que vivemos  na Suíça, para que a cada um seja garantida uma vida conforme a dignidade humana e que todos nos sintamos “Uma só Família”.

P. Aloísio Araújo

Begrüssung in kroatischer Sprache

 

 

EINE EINZIGE MENSCHENFAMILIE

BOŽJA DJECA

Slomljenu iscijelit dušu,

Ti ćeš, Bože, od nas svakom!

Duha tvoga vjetri pušu,

Svjetlo stiže ovim mrakom!

Svi što žive ispod sunca,

Svi su ljudi Božja djeca.

Djeca koja ruše, grade,

Koja svijetu daju nade,

Svi su ljudi Božja djeca.

Zemlja rađa, sunce sija,

Ovim dobrim, onim zlima.

Gospod nije kao čovjek što je,

Ne pamti nas po najgorem.

Otvorit nam je Bogu pute,

Ispraviti svoje staze.

Zaodjenuti svoje skute,

Mirom i dobrotom da nas krase.

Svi što žive ispod sunca,

Svi su ljudi Božja djeca.

Djeca koja ruše, grade,

Koja svijetu daju nade,

Svi su ljudi Božja djeca.

 
Fra Šimun Šito Ćorić