Entscheidungshilfe

Für die Errichtung, Zusammelegung oder Aufhebung
von Missionen für Anderssprachige in der Schweiz

   

1. Einleitung

    

 Die Seelsorge an den Immigranten ist eine Aufgabe der ganzen Ortskirche. Diese trägt die Verantwortung auch für jene, die wegen ihrer sprachlichen, kulturellen, spirituellen oder rituellen Prägung wenig Beziehungen zu den lokalen Pfarreien entwickeln können. Die Ortskirche hat die pastorale Aufgabe der Anderssprachigenpastoral in den meisten Fällen Seelsorgern übertragen, die mit den spezifischen Gegebenheiten der Immigranten besonders vertraut sind. Ihre Aufgabe und ihre Stellung innerhalb der Ortskirche definiert das "Direktorium - Rechte und Pflichten des Seelsorgers für Anderssprachige" (rev. 2006), das als Basistext für die Anderssprachigenseelsorge in der Schweiz gilt und das die Anpassung der Überlegungen und Anregungen der Pastoralinstruktion des Päpstlichen Rates für Migranten und Menschen unterwegs „Erga migrantes caritas Christi“ (3. Mai 2004) auf die Verhältnisse in unserem Land ist.

 Viel schwieriger als die Errichtung einer neuen Seelsorgestelle für Anderssprachige ist deren Zusammenlegung oder Aufhebung. Eine solche Massnahme stösst oft auf den Widerstand von Priestern und Gläubigen. Deshalb wünschen verschiedene kirchliche Gremien Entscheidungshilfen für dieses heikle Thema.

 

2. Fragestellung

     

 In der Schweiz werden die Kirchengelder vor allem in den Kirchgemeinden, ein Teil auch auf kantonaler Ebene von Laien demokratisch verwaltet. Die lokalen Kirchgemeinden stellen ihre Seelsorgeangebote auch den anderssprachigen Katholiken in einer Schweizer Landessprache zur Verfügung. Parallel dazu gibt es auch Anderssprachige Seelsorgestellen. Da sich diese meistens über verschiedene sie finanzierende Kirchgemeinden hinaus ausdehnen, reden viele Kirchgemeindemitglieder bei ihrer Finanzierung mit. Sie fragen sich immer häufiger, ob jede Anderssprachige Seelsorgestelle heute noch nötig sei für Anderssprachige, die schon lange in der Schweiz leben und unsere Lokalsprache gut verstehen. Für die Errichtung neuer Missionen für neuzugezogene Anderssprachige ist mehr Verständnis festzustellen.

Der Priestermangel auch unter ausländischen Seelsorgern führt ferner dazu, dass Überlegungen über die Besetzung und die Weiterführung von Anderssprachigenmissionen oder über neue Formen der pastoralen Betreuung der Immigranten angestellt werden müssen. Die Verantwortlichen der Seelsorge sehen sich angesichts des engeren finanziellen Rahmens zudem gezwungen, Prioritäten in der Seelsorge zu setzen. Verschiedene kirchliche Stellen erwarten deshalb Kriterien zur Zukunft der Anderssprachigenseelsorge in der Schweiz. Die Verschiedenheit im Seelsorgedienst für "etablierte" und "neue" Immigranten ist von aussen betrachtet nicht einfach einzusehen: Stehen zu Beginn der Immigration neben pastoralen Aufgaben (z.B. Liturgie) vor allem soziale Anliegen im Vordergrund, die dem Seelsorger den Zugang zu seinen Gläubigen ermöglichen, wird nach kurzer Zeit die eigentliche Pastoral (z.B. Bildung von Gemeinschaften, Gespräche und Kontakte, religiöse Unterweisung und Katechese) zum Schwerpunkt der Tätigkeit des Seelsorgers: Die Diakonie als kirchliche Sozialarbeit bleibt immer Teil der Pastoral.

 Die "Entscheidungshilfe" versucht Hinweise zu geben, die bei der Errichtung, Zusammenlegung oder Aufhebung von Seelsorgestellen (Missionen) im Dienst von Anderssprachigen zu beachten sind. Es ist nicht einfach, klare Kriterien zu definieren, wie sich bei den vielen Diskussionen bei der Erarbeitung dieses Papiers gezeigt hat.

    

3. Der Sinn der Anderssprachigen Missionen

    

 3.1 Anderssprachige Missionen sollen helfen, dass anderssprachige Katholiken in der Schweiz ihren Glauben leben und sich bei uns wohl fühlen können, indem sie eine Gemeinschaft mit anderen Christen ihrer Sprache und Kultur und gleichzeitig Gemeinschaft mit den Schweizer Pfarreien finden. Daher bemühen sich auch die anderssprachigen Missionen darum, dass die Anderssprachigen immer besser in der Schweiz und in der lokalen Kirche leben können. Die anderssprachigen Missionen sollen nicht katholische Kolonien für Ausländer sein, sondern sie sind anderssprachige Gemeinschaften der einen katholischen Kirche in der Schweiz.

 3.2 Kirchliche Gemeinschaft lebt dort, wo Liturgie, Verkündigung und Diakonie auf Dauer gewährleistet sind. Dabei bedeutet Liturgie jede Form gemeindlichen Gottesdienstes (Eucharistie, Wortgottesdienste usw.). Verkündigung geschieht in Predigt, Katechese / Religionsunterricht / Hinführung der Jugendlichen zum Gottesdienst, Erwachsenenbildung, Hausbesuchen usw.). Diakonie umfasst die Betreuung der Armen, Kranken, Alten und jede Art kirchlicher  Sozialarbeit, die für Neuankommende besonders wichtig ist. Diese Elemente gehören zum Wesen der kirchlichen Gemeinschaft, erfahren aber nach den konkreten Gegebenheiten besondere Schwerpunkte. Dabei ist die kirchliche Sozialarbeit insbesondere bei neuen Immigranten ein wesentlicher Bestandteil des pastoralen Dienstes einer Mission, gibt Impulse für die Sozialarbeit der Gemeinden und Kantone und sucht die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Sozialdienststellen.

 3.3 In der Anderssprachigenseelsorge ist in besonderer Weise den Gründen zur Migration Rechnung zu tragen: Asylbewerber und Flüchtlinge haben in den meisten Fällen andere Motive zum Verlassen ihrer Heimat als Arbeitsmigranten. Besonderen Eingliederungs-schwierigkeiten sehen sich die Asylsuchenden und Flüchtlinge gegenüber. Sie sind einem stärkeren äusseren Druck zur Anpassung ausgesetzt und bedürfen deshalb einer entsprechenden pastoralen Begleitung, welche die Eingliederung erleichtern kann.

 3.4 Die Kirche hat für die Einwanderer integrative Kraft, besonders für Neu-Ankömmlinge, die in der Kirche einen Beziehungspunkt zu ihrem Herkunftsland und zu ihrer heimatlichen Kultur und Tradition finden. Die Kirche hilft den Migranten, die eigene Identität zu finden und zu stärken.

 3.5 Die Zusammenarbeit der Anderssprachigenseelsorger mit dem örtlichen Klerus ist notwendig für die Integration der Immigranten, damit sie in Gemeinschaft (= communio) aller Gläubigen leben. Integration muss verstanden werden als Teilnahme an einer andern Kultur und die Akzeptanz des sozialen Lebens im Einwanderungsland, im Bewusstsein der eigenen Identität und Kultur, die aus Sprache, Sitten und Mentalität besteht. Den Anderssprachigenseelsorgern muss von seiten des Ortsklerus Verständnis für ihre besondere Situation und ihre kirchliche Beauftragung entgegengebracht werden. Von den Anders-sprachigenseelsorgern wird gefordert, dass sie sich nicht in ein selbstgewähltes Getto zurückziehen, sondern pastoral mit den Ortsseelsorgern zusammenarbeiten.

 3.6 Es sollte möglich sein, dass die Gläubigen verschiedener Herkunft und Sprache zu gemeinsamen Feiern zusammenkommen und dass unter Leitung eines Seelsorgers Gruppen gebildet werden, die als Bezugspersonen eine pastorale Mitverantwortung für die Gläubigen ihrer Herkunft und Sprache in einer Pfarrei übernehmen, insbesondere dort, wo Priester der eigenen Herkunft und Sprache fehlen.

 3.7 Zu beachten ist auch die Volksfrömmigkeit und die Formen des Ausdrucks des religiösen Lebens, die geprägt sind durch die Mentalität und die Kultur eines Volkes und die dem Glaubensleben eines Menschen sichtbaren Ausdruck verleihen.

 3.8 Die Anderssprachigenseelsorge gehört ebenso zu den Aufgaben der Ortskirche wie die Pastoral für die Einheimischen. Das gilt auch dann, wenn die Anderssprachigenseelsorge auf Zeit angelegt ist. Sie übernimmt wesentliche Aufgaben der Kirche, die die Sendung zu allen Menschen erhalten hat. Grundsätzlich ist die Anders-sprachigenseelsorge gleich zu behandeln wie die Ortsseelsorge.

 3.9 Mit der längeren Anwesenheit von Immigranten kommen auf die Seelsorger neue Formen der Pastoral zu, die zu Beginn der Immigration nicht im Vordergrund stehen, z.B. die Pastoral mit und für die Jugendlichen der Zweiten Generation, welche eine wichtige Brückenfunktion zwischen Pfarrei und Mission wahrnehmen können, oder die Altersseelsorge, wobei die Erfahrung zeigt, dass die Betagten und Kranken in besonderer Weise ihren Seelsorger benötigen.

 3.10 Die Bewahrung einer lebendigen kirchlichen Gemeinschaft, die in vielen Immigrantengruppen feststellbar ist, legt es nahe, in vermehrtem Masse gut vorbereitete und geeignete Laien für den Seelsorgedienst einzusetzen, die in Zusammenarbeit mit einem Anders-sprachigenmissionar oder dem Ortspfarrer die pastorale Betreuung der anderssprachigen Gläubigen wahrnehmen können, auch dann wenn die Anderssprachigenseelsorger seltener werden.

   

4. Mögliche Formen der Anderssprachigenseelsorge

      

4.1 Wenn Priester zur Verfügung stehen:

 ° Beauftragung als Leiter einer Personalpfarrei, die auf längere Dauer angelegt ist, in einem geschlossenen Gebiet mit hohem Anteil an Immigranten der gleichen Sprache oder des gleichen Ritus (vgl. Can. 515, 518 CIC; Dokument „Kriterien für die Errichtung von Personalpfarreien“, SKAF / migratio, 1992).

 ° Beauftragung eines Seelsorgers "cum cura animarum" in einem bestimmten Gebiet mit hohem Anteil an Immigranten der gleichen Sprache oder des gleichen Ritus.

 ° Vollamtliche, teilzeitliche oder nebenamtliche Beauftragung als Seelsorger / Kaplan für eine bestimmte Sprachgruppe in einem begrenzten Gebiet ohne Errichtung einer eigenen Anderssprachigenmission (vgl. Kaplan gemäss can. 568 CIC).

 ° Ernennung eines Anderssprachigenseelsorgers "in solidum" in Pfarreiverbänden oder Seelsorgeregionen zusammen mit einheimischen Seelsorgern (vgl. Can 517 CIC).

 ° Ernennung zum Pfarrer einer Schweizer Pfarrei mit hohem Anteil an Immigranten; Voraussetzungen sind entsprechende Kenntnisse der Sprache, der kirchlichen und staatlichen Strukturen, der pastoralen Situation usw.

 ° Ernennung zum Vikar einer Schweizer Pfarrei mit einem hohen Anteil an Immigranten.

 4.2 Wenn keine Priester zur Verfügung stehen:

 ° Beauftragung von anderssprachigen Diakonen oder kirchlichen Mitarbeitern (z.B. Pastoralassistenten, Katecheten) in einer Pfarrei mit hohem Anteil an Immigranten.

° Einbezug von anderssprachigen Ordensschwestern oder Laien in die Seelsorgearbeit nach entsprechender Ausbildung für bestimmte Aufgaben (Liturgie, Verkündigung, Diakonie).

 ° Bezeichnung von Bezugspersonen zwischen Gruppen von Immigranten und Pfarrei in Ortschaften / Pfarreien ohne eigene Mission.

 ° Bei Vakanzen in Anderssprachigenmissionen sind die nationalen Koordinatoren zusammen mit dem zuständigen Ordinariat oder dem vom Ordinariat beauftragten Seelsorger für die Sicherstellung der notwendigen pastoralen Dienste verantwortlich.

     

5. Kriterien

     

 Bei der Errichtung oder Aufhebung einer Anderssprachigenmission sollen folgende Kriterien  und Fakten berücksichtigt werden:

 5.1 Wo eine grössere Zahl von anderssprachigen Immigranten anwesend ist, die das Begehren für eine eigene Seelsorge bekundet, eine Gemeinschaft von Gläubigen bildet und zum Aufbau der Kirche beiträgt, unter anderem durch die Entrichtung der Kirchensteuern, soll diesem Anliegen nach Möglichkeit Rechnung getragen werden. Dabei kann als Richtmass das Vorliegen von ca. 800 Adressen von Haushalten für die Errichtung einer Anderssprachigenmission für neue Immigranten angesehen werden. Für die Errichtung einer überdiözesanen oder überkantonalen Mission für Anderssprachige kann die Zahl der Adressen geringer sein angesichts der Grösse des zu betreuenden Gebietes.

 5.2 Besonders in Betracht gezogen werden muss, wenn die Gläubigen aufgrund ihrer Herkunft und Sprache nur schwerlich Zugang zur kirchlichen Gemeinschaft am Ort finden oder wenn sie von den Ortsseelsorgern nur ungenügend pastoral betreut werden.

 5.3 Weder die Zahl der Gläubigen noch ihr sozialer Status oder die Art und Dauer der Aufenthaltsbewilligung dürfen allein ausschlaggebend sein für die Errichtung oder Weiterführung von Anders-sprachigenmissionen. Bedeutsamer ist der Wunsch und das Engagement einer bedeutenden Anzahl von Gläubigen für eine vertiefte persönliche Seelsorge, der Wille zum aktiven Aufbau der kirchlichen Gemeinschaft und die Bereitschaft zur Mitarbeit in den Seelsorgediensten des Priesters.

 5.4 Um eine effiziente Seelsorge zu gewährleisten, muss auf die Grösse des Gebietes, in dem die Gläubigen zu betreuen sind, Rücksicht genommen werden. Menschen in der Isolation bedürfen in besonderer Weise der Zuwendung der Kirche und der Seelsorger.

 5.5 Der Sitz der Anderssprachigenmission soll der regionalen Verteilung der Gläubigen entsprechen: In der Regel wird die Mission dort errichtet, wo die grösste Anzahl der zu betreuenden Immigranten lebt; dies ist auch dann zu beachten, wenn Anderssprachigenmissionen zusammengelegt werden müssen.

 5.6 Es gibt Gründe, dass auch Missionen, die schon lange bestehen, weiterhin ihre Berechtigung haben. Die erste Generation kann sich im Einwanderungsland nicht leicht integrieren und bedarf darum ganz besonders einer eigenen Seelsorge. Aber auch die zweite Generation, die das religiöse Grundwissen von ihren Eltern erhalten hat, braucht diese spezifische Betreuung, um die Einheit der Familie im religiösen Leben zu unterstützen. Manche Angehörige der dritten Generation, die meist eingebürgert sind, stehen in enger Beziehung zu ihrer Mission, deren Leben sie mittragen, auch wenn sie die Lokalsprache sprechen und im sozialen Leben integriert sind.

 5.7 Wo Seelsorgestellen aufgrund des Seelsorgermangels während längerer Zeit vakant bleiben, darf nicht davon ausgegangen werden, diese Seelsorgen seien überflüssig: In Zusammenarbeit der kirchlichen und administrativen Verantwortlichen sollen geeignete Lösungen gesucht werden, die den pastoralen Anliegen und dem kirchlichen Auftrag gerecht werden.

 5.8 Auf die finanzielle Situation der kantonalkirchlichen Organisationen, der Kirchgemeinden und/oder der kirchlichen Zweckverbände für die Anderssprachigenseelsorge ist angemessen Rücksicht zu nehmen.

    

6. Formen der Mitsprache in administrativen Belangen

    

 Obwohl Missionen im allgemeinen keine eigenen Kirchgemeinden bilden, und in einigen Kantonen die Verweigerung des kirchlichen Stimm- und Wahlrechts an Ausländer ein gesetzlich begründetes Mitspracherecht in den administrativen Gremien der Kirche verunmöglicht, haben die Missionen dennoch Anrecht auf eine Mitsprache.

 6.1 Wo es rechtlich möglich ist, sollte den Immigranten eine angemessene Vertretung mit voller Mitgliedschaft in den administrativen Gremien zugesichert werden.

 6.2 Wo eine rechtliche Vertretung nicht vorgesehen ist, sollten Vertreter der Missionen bei der Behandlung jener Traktanden, welche die Missionen betreffen, eingeladen und angehört werden.

 6.3 An jenen Orten, wo beide Formen der Vertretung nicht realisiert werden können, sollte ein gewähltes Mitglied des administrativen Gremiums beauftragt werden, regelmässige Kontakte mit den Missionaren / Seelsorgeräten zu pflegen, um die Anliegen der Missionen angemessen zur Sprache zu bringen.

    

7. Entscheidungskompetenzen

    

 Die Anderssprachigenmissionen haben nach den kirchlichen Dokumenten eine den Pfarreien ähnliche Stellung, je nach Status der zu errichtenden oder errichteten Mission (Personalpfarrei, missio cum cura animarum). Dies gilt grundsätzlich sowohl für die Errichtung oder Aufhebung einer Anderssprachigenmission als auch für die Zusammenlegung von Anderssprachigenmissionen.

 Grundsätzlich steht das Recht, Seelsorgestellen zu errichten, zusammenzulegen oder aufzuheben, dem Diözesanbischof zu. Er hat auch das Recht, Veränderungen in den Anderssprachigenmissionen vorzunehmen. Für überdiözesan beauftragte Missionen nimmt dieses Recht der Delegierte der Schweizer Bischofskonferenz für Migration in Absprache und Auftrag der Ortsbischöfe wahr.

 Die Errichtung oder Aufhebung einer Seelsorgestelle oder die Zusammenlegung von Anderssprachigenmissionen kann nur in Absprache zwischen den zuständigen pastoralen (Ordinariat, Region, Dekanat) und administrativen (kantonalkirchliche Organisation, Kirchgemeinden) Instanzen und dem nationalen Koordinator sowie mit den in der Region wohnenden Anderssprachigen und den Seelsorgern, die von der Errichtung, Zusammenlegung oder Aufhebung einer Anderssprachigenmission direkt betroffen sind, vorgenommen werden. Sie beurteilen auch den Standort einer zu errichtenden Mission.

 Bei der Aufhebung einer Mission werden die im Can 515 § 2 CIC vorgeschriebenen Massnahmen ergriffen, welche die Pfarrbücher und das Inventar der Mission betreffen: Bei der Aufhebung (Abkurung) einer Mission sind die Beauftragten des Ordinariats (Generalvikar, Regionalleitung, Dekan, nationaler Koordinator usw.) beizuziehen.

 Für die überregionalen Minoritätenmissionen müssen die kantonalkirchlichen Organisationen in die Entscheidung einbezogen werden. Priorität in diesen Überlegungen haben die pastoralen Gründe.

  

Die "Entscheidungshilfe" wurde von der Pastoralkommission und der Administrativkommission von migratio an der gemeinsamen Sitzung vom 9. Januar 2007 verabschiedet.

Die Schweizer Bischofskonferenz hat sie an der Sitzung vom 10. – 12. September 2007 in Givisiez genehmigt und in Kraft gesetzt.

 

Luzern, 13.9.2007 (83\cura migratorum\Entscheidungshilfe)