Die Ernennung des nationalen Koordinators

Regelung

    

Der nationale Koordinator, dessen Aufgabe in der Unterstützung der Missionare besteht, wird von der Schweizer Bischofskonferenz im Einvernehmen mit der Bischofskonferenz des Herkunftslandes ernannt.

 Zum nationalen Koordinator wird ein Priester ernannt, der mit den Verhältnissen in der Schweiz vertraut ist und mindestens eine Ortssprache versteht und spricht. Die Amtsdauer des nationalen Koordinators wird auf 5 Jahre festgelegt. Sein Mandat kann nach Ablauf der Amtsdauer einmal erneuert werden.

 Die Ernennung erfolgt aufgrund einer Konsultation unter den Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Sprachgruppe. Aktives Stimmrecht haben die Priester, die Diakone und die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einer Mission oder in einer Spezialaufgabe im Dienste der Mission (z.B. Laienbildung) vollamtlich oder mindestens halbamtlich mit der missio canonica vom Ortsbischof oder vom bischöflichen Delegierten für Migration und seit mindestens 6 Monaten vor der Konsultation in der Schweiz in der Pastoral beauftragt sind. Die Konsultation wird von migratio durchgeführt. Vor der Konsultation der Stimmberechtigten können die Seelsorgeräte der Zonen orientiert und deren Meinung über das Profil des nationalen Koordinators eingeholt werden.

 Alle Stimmberechtigten erhalten für die Konsultation eine Namensliste zusammen mit dem Rücksendekuvert, das mit „Konsultation“ bezeichnet oder als solches erkenntlich (z.B. durch Farbe usw.) ist.

 Jede/r Stimmberechtigte bezeichnet einen Namen, der auf der Liste aufgeführt ist.

 Die Listen sind auf den festgelegten Termin nur im dafür bestimmten verschlossenen Rücksendekuvert an migratio zurückzusenden. Listen, die abgeändert wurden, auf denen mehr als ein Kandidat bezeichnet ist, die zu spät eintreffen oder die nicht im offiziellen Rücksendekuvert zurückgesandt werden, sind ungültig.

 Das Datum der Auszählung wird in Absprache mit dem bischöflichen Delegierten für Migration der Schweizer Bischofskonferenz durch migratio festgelegt. Die Auszählung hat so bald als möglich nach Eingang der Listen zu erfolgen.

 An der Auszählung nehmen teil: Der bischöfliche Delegierte für Migration der Schweizer Bischofskonferenz, der Nationaldirektor für die Anderssprachigenseelsor

 ge und ein Notar, der vom bischöflichen Delegierten vorgeschlagen wird.

Die Bischofskonferenz des Herkunftslandes wird über das Ergebnis der Konsultation benachrichtigt; gleichzeitig werden ihr die 3 Missionare, welche am meisten Stimmen erhalten haben, als Kandidaten vorgeschlagen.

 Die Bischofskonferenz des Herkunftslandes hat das Recht, Einwände gegenüber den Kandidaten bekannt zu geben.

 Nach der Stellungnahme der Bischofskonferenz des Herkunftslandes ernennt die Schweizer Bischofskonferenz den nationalen Koordinator.

 Die Ernennung wird der Bischofskonferenz des Herkunftslandes sofort mitgeteilt; ebenso werden die Missionare und die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientiert.

 Diese Regelung wurde von der Pastoralkommission von migratio an der Sitzung vom 21. Dezember 2005  und von der Administrativkommission von migratio am 22. März 2006 verabschiedet.

Die Schweizer Bischofskonferenz hat sie an ihrer Sitzung vom 5. – 7. Juni 2006 genehmigt und in Kraft gesetzt.

Luzern, 8. Juni 2006